Überparteiliche Abstimmungsallianz präsentiert Argumente in Bern

An ihrer heutigen Pressekonferenz präsentierte die überparteiliche Abstimmungsallianz “Ja zur Zersiedelungsinitiative” ihre Argumente, welche aus ihrer Sicht für ein Ja am 10. Februar sprechen. Es sei an der Zeit, die Schweizer Grünflächen richtig zu schützen.

 

«Pro Sekunde wird ein Quadratmeter Grünfläche zubetoniert, wie sieht da die Schweiz in 30 Jahren aus?»

 

fragte sich Luzian Franzini, Co-Präsident der Zerseidelungsinitative und Co-Präsident der Jungen Grünen.

 

Die Behauptung der Gegner*innen, das Raumplanungsgesetz genüge bereits, wies Bastien Girod, ETH-Forscher und Nationalrat der Grünen ZH zurück:

 

«Der Bodenverbrauch ist gleich weitergegangen. Nur die Initiative stellt sicher, dass die Bauzonen nicht weiterwachsen und effizient mit dem Boden umgegangen wird.»

 

Auch für SP-Nationalrat und Vorstand der Wohnbaugenossenschaften Schweiz, Thomas Hardegger zeigt sich das RPG als zu wenig wirksam:

 

«Nur mit einem Einzonungsmoratorium werden Bundesrat und Parlament gezwungen, die notwendigen Instrumente zu schaffen, die Kulturland und naturnahe Landschaften schützen.»

 

Der Vorstand der Kleinbauern-Vereinigung und Bio-Landwirt Markus Schwegler wies auf die Wichtigkeit der Initiative für die Schweizer Landwirtschaft hin.

 

«Eine produzierende Landwirtschaft braucht Kulturland. Dieses wird mit der Zersiedelungsinitative geschützt.»

 

Die Volksinitiatve “Zersiedelung stoppen, für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung” will erreichen, dass die Bauzonen insgesamt nicht mehr ausgeweitet werden und eine hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen angestrebt wird. Die Initiative wurde von den Jungen Grünen lanciert und wird neben der SP, Grünen, Juso, EVP auch von den Umweltverbänden ProNatura, WWF, VCS, Umverkehr und von bäuerlicher Seite (Kleinbauern-Vereinigung, Bio-Suisse) sowie von Ecopop unterstützt und zur Annahme empfohlen (Zur Allianz).

 

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