Neuster Bericht zeigt: Die Zersiedelungsinitiative ist notwendiger denn je

Das Bundesamt für Statistik weist das drastische und ungebremste Voranschreiten der Zersiedelung detailliert aus. Die Jungen Grünen setzen sich mit der Zersiedelungsinitiative dafür ein, dass die unverbauten Landschaften erhalten bleiben.

 

Anlässlich des Internationalen Jahrs des Bodens hat das Bundesamt für Statistik heute den neusten Bericht zur Bodennutzung in der Schweiz veröffentlicht. Die umfangreichen Daten zeigen: Der Siedlungsbrei breitet sich weiter aus. Besonders deutlich wird auch, welche Gründe hauptsächlich für den kontinuierlichen Landfrass verantwortlich sind: Es ist der steigende Flächenverbrauch pro Kopf. Der Bericht weist folgende Kennzahlen aus:

  • Im Landesdurchschnitt gehen 1.1 Quadratmeter Boden pro Sekunde verloren. Dies ist zum grössten Teil der Ausbreitung des Siedlungsgebiets zuzuschreiben.
  • Das Bevölkerungswachstum zwischen 1985 und 2009 betrug 17.5%. Die Fläche für Wohnbauten stieg in der gleichen Zeit um 44.1%.
  • Im selben Zeitraum wuchsen das Autobahnareal um 48.8% und die Parkplatzflächen sogar um 55.4%.

Die Zersiedelung ist also Ausdruck einer nicht nachhaltigen Raumplanung und Wohnweise. Was es braucht sind verdichtete nachhaltige Siedlungen mit hoher Lebensqualität und kurzen Verkehrswegen. Zahlreiche realisierte Beispiele solcher Siedlungskonzepte gibt es bereits. So wird weniger Wohnfläche pro Kopf verbraucht, der Verkehr und damit der Bedarf an Strassen und Parkplätzen können reduziert werden.

Die Jungen Grünen bringen diese Lösungen auf die politische Ebene: Ende April startet die Zersiedelungsinitiative, welche die Zersiedelung stoppt und nachhaltige Siedlungen fördert.

 

Quelle: Bundesamt für Statistik. (2015). Die Bodennutzung in der Schweiz: Auswertung und Analysen.