Moore überbauen?

Die Untersuchung zweier Umweltverbände zeigt, dass die bisherige Raumplanung willkürlich ist. Wir verlangen ein Umdenken hin zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und werden dazu unsere Zersiedelungsinitiative lancieren.

 

«Dass Naturschutzgebiete und Landschaften von nationaler Bedeutung als Baulandreserven gehandelt werden, zeigt, dass die bisherige Gesetzgebung in der Raumplanung zu Willkür führt. Was es braucht ist ein wirklicher Stopp der Zersiedelung mittels einer Begrenzung der Bauzonen.» – Basil Oberholzer, Zersiedelungsinitiative, Junge Grüne Schweiz

 

Wallis, Schaffhausen, Jura und Neuenburg sind die Kantone mit den grössten Baulandreserven. Wie Pro Natura und die Stiftung Landschaftsschutz nachweisen, befindet sich ein grosser Teil dieser Reserven in streng geschützten Biotopen oder auch in Landschaften von nationaler Bedeutung. Trotz riesiger Baulandreserven opfern diese Kantone wertvollste Flächen für Überbauungen. Solche Beispiele zeigen, dass die bisherige Gesetzgebung die Siedlungsentwicklung in eine falsche Richtung führt. Das neue Raumplanungsgesetz wird daran kaum etwas ändern, weil es grosse Spielräume offen lässt und die entscheidenden Kompetenzen weiterhin bei den Kantonen und Gemeinden liegen.

 

Dem Problem kann begegnet werden, indem die Bauzonen auf eine vernünftige Grösse reduziert werden und anschliessend jede Einzonung durch eine entsprechende Auszonung kompensiert wird. Das will unsere Zersiedelungsinitiative, die Ende April lanciert wird.