Kuh Emma demonstriert gegen Zersiedelung

Jeden Tag wird in der Schweiz eine Fläche von über 8 Fussballfeldern verbaut – mit verheerender Wirkung auch für die Landwirtschaft. Die Fläche an landwirtschaftlich nutzbarem Kulturland nimmt täglich ab und den Kühen gehen langsam aber sicher die Wiesen aus. Um auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, haben die Jungen Grünen Schweiz heute Morgen mit der Kuh „Emma“ in Bern für ihre Initiative geworben. Flankiert von einem Transparent protestierte „Emma“ gegen die Verbauung ihres Lebensraumes.

 

„Der massiv gestiegen Wohnflächenbedarf steht in direkter Konkurrenz zu einer leistungsfähigen und produzierenden Schweizer Landwirtschaft“, so Esther Meier, Leiterin Kampagne der Zersiedelungsiniaitive. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Initiative der Jungen Grünen „Zersiedelung Stoppen- für eine nachhaltige Siedlungspolitik“ bei Landwirten auf Sympathien stösst. Die Einfrierung der Bauzonen auf heutigem Niveau stellt die einzige wirksame Möglichkeit dar, die schwindenden Grünflächen zu schützen. Um dennoch dem steigenden Wohnflächenbedarf gerecht zu werden, verpflichtet die Initiative Bund und Kantone, verdichtende, innovative und flächenschonende Bauformen zu fördern. Die Lebensqualität steht dabei im Zentrum.

 

Rund die Hälfte der nötigen 120’000 Unterschriften sind bereits gesammelt. „Das Anliegen kommt auf der Strasse an. Nicht nur für eine lebenswerte Schweiz, sondern auch für die Landwirtschaft sind Grünflächen eine zentrale Vorraussetzung“, bestätigt Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen Schweiz. Denn: Unsere Lebensmittel werden nicht im Migros oder Coop produziert, sondern auf unverbautem Ackerland!