Zersiedelung stoppen!

Fragen & Antworten

 

Bundesrat und Parlament weigern sich nach wie vor, wirksam gegen die Zersiedelung vorzugehen. Das Volk muss das Heft selbst in die Hand nehmen.

 

Nein. Das Gesetz ist noch immer bedarfsorientiert. Im Gleichschritt mit dem Bodenverbrauch wird neu eingezont. Der Anreiz zum Verdichten fehlt somit und die Zersiedelung schreitet ungebremst voran.

Das RPG schreibt die bisherige Entwicklung auch in der Zukunft fort. Dabei gilt als Massstab die Siedlungsentwicklung der Vergangenheit. Die Zersiedelungsinitiative weitet im Gegensatz dazu die Bauzonen nicht mehr weiter aus und nutzt die inneren Wohnraumreserven durch die Förderung nachhaltiger Quartiere.

 

Die Kantone haben bereits Widerstand gegen griffige Massnahmen der zweiten RPG-Revision angekündigt. Auch Stimmen aus dem Parlament deuten darauf hin, dass die zweite Etappe der RPG-Revision nur kleine und möglicherweise gar keine Besserung bringen wird. Die Initiative kann aber Druck auf das Parlament ausüben. Sie hilft, dass die anstehende RPG-Revision der Zersiedelung nicht noch Tür und Tor öffnet.

 

Nein. Das wäre weder sinnvoll noch nachhaltig. Wo aber Ersatzbauten nötig sind, soll das Verdichtungspotential ausgenutzt werden.

 

Nein. Die Initiative verbietet keine Bauweise. Im Gegenteil, sie baut Hürden ab. So wird es neu einfacher sein aufzustocken oder eben nachhaltige Siedlungen zu bauen.

 

Die Mietpreise haben viele Ursachen, wovon die Grösse der Bauzone lediglich eine Bestimmungsgrösse ist. Eine andere ist die Ausnützung des Bodens. Die Initiative schafft die Möglichkeit mittels Verdichtung an vielen Orten mehr Wohnraum zu schaffen. Dadurch bleibt der Wohnraum bezahlbar und gleichzeitig wird die Zersiedelung gestoppt.

 

Eine moderate Aufstockung, bedeutet nicht Türme bauen. Zudem ist eine Aufstockung nur erlaubt, wenn die Gebäude nicht unter einem besonderen Schutz stehen. Die Altstädte bleiben also erhalten.

 

Ja, es gilt die Bestandesgarantie. Zudem fällt ein Sportklub, welcher standortgebunden ist (z.B. ein Ruderklub muss am Wasser sein), unter die Ausnahmen und könnte somit sogar ein Erweiterungsbau realisieren.

 

Bei Annahme der Zersiedelungsinitiative gäbe es die noch vorhandenen nicht überbauten Baulandreserven sowie die inneren Reserven, die durch Verdichtung des bisherigen Siedlungsgebietes erschlossen werden können. Mit diesen Reserven könnte sogar das höchste Bevölkerungswachstum, welches der Bund bis 2060 prognostiziert, aufgefangen werden, obwohl es dieses Wachstum eher unwahrscheinlich ist. Die dafür erforderliche Siedlungsentwicklung nach innen ist sehr moderat; es müsste kein einziges Hochhaus gebaut werden, um Wohnraum für die wachsende Bevölkerung zu schaffen.