Kulturland erhalten
Landschaft schützen
Siedlungsbrei stoppen
Kein Betonwildwuchs

Deshalb gibt es die Zersiedelungsinitiative

  • In den vergangenen Jahrzehnten wurden tausende Hektaren Kulturland, naturnahe Landschaften und weitere Grünflächen überbaut. Nach wie vor geht jede Sekunde fast ein Quadratmeter Grünfläche verloren.
  • Die Zersiedelung schreitet voran, weil das Bauland immer weiter vergrössert wird. Der Umgang mit dem Boden ist verschwenderisch.
  • Die Zersiedelungsinitiative weist den Weg zu einer massvollen Nutzung des Bodens. Sie stoppt die Zersiedelung, indem sie die Bauzonen nicht mehr weiterwachsen lässt. Gleichzeitig soll ausserhalb der Bauzonen nur gebaut werden, was wirklich nötig ist.
  • Die Zersiedelungsinitiative bewahrt die schönen Landschaften in der Schweiz und damit auch unsere Lebensqualität. Durch einen haushälterischen Umgang mit dem Boden wird auch weiterhin genug Wohnraum für alle geschaffen, ohne dass dafür Grünflächen geopfert werden müssen.

Zersiedelung stoppen: Frankreich geht voran

Die französische Regierung nimmt in ihrem Plan für den Schutz der Biodiversität die Zersiedelungsinitiative quasi vorweg. Das zeigt, dass die Initiative einen vernünftigen und moderaten Weg einschlägt.

 

Verschwindet die Artenvielfalt, so verschwinden die menschlichen Lebensgrundlagen. Der ungebremste Verlust von natürlichen Lebensräumen ist eine der zentralen Herausforderungen der Umweltpolitik. Der Umweltminister Frankreichs, Nicolas Hulot, zeigt in einem umfassenden Plan, wie dem Biodiversitätsverlust begegnet werden sollte. Unter den 90 Massnahmen ist dabei auch eine ganz entscheidende: Jeder neu versiegelte Quadratmeter Boden soll durch einen zusätzlichen Quadratmeter Naturfläche kompensiert werden. Das bedeutet, dass die versiegelte Fläche unter dem Strich nicht wachsen darf.

Die Initiative «Zersiedelung stoppen – für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung» formuliert eine Idee für die Schweiz, die nicht so weit geht wie die französische Variante, aber grundsätzlich analog ist: Neues Bauland wird nur eingezont, wenn dafür eine mindestens ebenso grosse Fläche ausgezont wird. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Zersiedelung endlich gestoppt werden kann.

Dass diese Forderung nicht radikal, sondern vernünftig ist, bestätigt die Entwicklung in Frankreich, wo die Regierung die Massnahme selber vorschlägt. In der Schweiz beklagen der Bundesrat und das Parlament die fortschreitende Zersiedelung zwar, lehnen aber griffige Massnahmen dagegen ab. Ganz anders in Frankreich, da will die Regierung selbst mit der Umsetzung starten. Schlussfolgerung: Auch die Schweiz kann die Chance packen, wenn sie der Zersiedelungsinitiative zustimmt.

Zersiedelungsinitiative und RPG ergänzen sich

Die Zersiedelungsinitiative wurde in beiden eidgenössischen Räten behandelt, heute fand die Schlussabstimmung statt. Die Debatte lief heiss. Einig waren sich alle, dass der Boden eine wertvolle Ressource ist und dass die Landschaften geschützt werden sollten – genau wie es die Initiative fordert. Neben zahlreichen guten und informierten Beiträgen waren aber auch solche mit Falschaussagen zu hören.
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Ständerat für die Zubetonierung der Schweiz

In der heutigen Debatte im Ständerat konnte sich die Beton-Lobby durchsetzen. Sie lehnte die Zersiedelungsinitiative und damit einen massvollen Umgang mit der Ressource Boden ab. Die beiden weiteren Raumplanungsvorlagen des Tages zeigen klar, dass Bundesbern den Kulturlandschutz weiter verwässern will.

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Ständerat muss UREK korrigieren

Der Ständerat sollte im Gegensatz zu seiner vorberatenden Kommission die Zersiedelungsinitiative unterstützen und die Raumplanung in eine vernünftige Richtung lenken. Die bestehenden Massnahmen gegen den Grünflächenverlust reichen bei weitem nicht aus.

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Nur die Zersiedelungsinitiative kann das Kulturland noch retten!

Der Bundesrat hat die Zersiedelungsinitiative dem Parlament überwiesen. Er empfiehlt die Initiative zur Ablehnung und verweist auf das Raumplanungsgesetz (RPG). Bei den Jungen Grünen sorgt das für Kopfschütteln. Das überarbeitete RPG verhindert vor allem das Bauen ausserhalb der Bauzonen nicht. Es ist voller Schlupflöcher und Ausnahmen. Nur die jung-grüne Zersiedelungsinitiative kann den Beton-Wildwuchs stoppen.

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